Es geht voran (1980 - 1993)
Dieser Zeitraum war geprägt von beachtlichen Fortschritten des Chores im musikalischen Bereich, bedingt durch fleißige Probenarbeit, aber auch durch viele talentierte "Neuzugänge" und begleitet von einem kontinuierlichen Ausbau des Repertoires. So war es möglich, den Feinschliff am Klangkörper voranzutreiben.

Die talentierten Jungbläser profitierten von der Erfahrung und Unterstützung durch die Routiniers. Dabei fanden nicht nur Jugendliche den Weg zum Posaunenchor, sondern auch Männer über vierzig. Fritz Kraft war gar schon 65 Jahre alt, als er sich entschloss, das im Chor gewaltigste Instrument, die Tuba, zu erlernen, wobei ihm aber gewiss seine früheren musikalischen Aktivitäten zugute kamen.

Der Chor wuchs und mit ihm die Aufgaben. Mittlerweile fast mit den Ausmaßen einer Big Band ausgestattet, wagte man sich auch an einige Titel dieser Kategorie sowie Schlager und modernere Musik als Ergänzung zur Volksmusik. So wurden die Engagements zahlreicher und attraktiver. Ein Meilenstein war sicherlich im Jahre 1982 die 1200 - Jahrfeier der Gemeinde Groß - Rohrheim, wo der Posaunenchor bei Festkommers, Frühschoppen und Festumzug gleichermaßen aktiv war und beim ersten Hintergassen - Eck - Fest. So ging es weiter mit dem Fest zur 300jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung der evangelischen Kirche 1988 und der Verschwisterung mit Mouzon 1989. Ein besonderes Schmankerl war die "Eghalanda Kirwa", die dem Chor eine außerordentliche Leistung abverlangte. Der über sechs Stunden dauernde Tanz- und Unterhaltungsabend stellte die Ausdauer und Standfestigkeit der Bläser auf die Probe, gab ihnen aber auch die Chance, ihr umfangreiches Repertoire vor einem fachkundigen Publikum zu präsentieren.

Zum Standartprogramm kamen noch diverse Vereins - Jubiläen, Geburtstage und auch immer mehr Auftritte in den Nachbargemeinden, wie das inzwischen zur Tradition gewordene Pfarrfest in Wattenheim oder Auftritte auf dem Gurkenfest in Biblis. Anfang der neunziger Jahre wurden die inzwischen in Groß-Rohrheim angesiedelten größeren Gewerbebetriebe sowie der benachbarte Kraftwerk-Betreiber auf die Rohrheimer Blasmusik aufmerksam und verschafften dem Chor lukrative Engagements zum Richtfest, Tag der offenen Tür, bzw. Revisionsfest.

Mit dem Posaunenchor ist ein Name untrennbar verbunden: Heinrich Kraft
1958 übernahm er den Dirigenten-Stab von Valentin Gebhardt.
1983 feierte Heinrich Kraft sein erstes Chorleiter-Jubiläum. 25 Jahre hielt er den Dirigentenstab. Noch weitere 10 Jahre stand er dem Chor als Leiter zur Verfügung, dieses Engagement wurde im Gottesdienst am 1. Advent 1993 gewürdigt. Mit der gleichzeitigen Stabübergabe an Jürgen Baumann endete hier die Ära Heinrich Kraft, aber nur als Kapellmeister. Als Bläser ist er immer noch aktiv und engagiert über das übliche Maß hinaus.